Behandlung des Beckenbodens

Der Beckenboden bildet den muskulären Abschluss des Rumpfes nach unten, stützt die im Becken befindlichen Organe und hält sie in ihrer natürlichen Lage. Er besteht aus drei übereinander liegenden Schichten, die unter normalen Bedingungen miteinander agieren und so für ein harmonisches funktionelles Gleichgewicht sorgen. Überwiegend arbeitet die Muskulatur des Beckenbodens ohne willkürlichen Einfluss, sie kann aber auch willentlich angespannt und so im Falle von Läsionen trainiert werden.

Störungen des Beckenbodens äußern sich durch

  • Harninkontinenz in all ihren Formen
  • Potenzprobleme
  • Infertilität
  • Libidoverlust

Präventiv wirksam ist das Beckenbodentraining bei Senkungen, Leistenbrüchen, Inkontinenz, Prostatavergrößerungen und Rückenschmerzen. Heilend wirkt das Beckenbodentraining bei Senkungen, Inkontinenz und Unterleibsbeschwerden.


Beckenbodentherapie, nicht nur Frauensache

Da eine Störung des Beckenbodens für die meisten Menschen immer noch ein Tabuthema darstellt, ist es uns wichtig, das Beckenbodentraining in vertrauter Atmosphäre zu beginnen.  Im Rahmen der Einzelbehandlung fällt es dem Betroffenen leichter, seine Probleme zu benennen und sich für die Behandlung zu öffnen.

Beckenbodentraining kann wahre Wunder bewirken. Grundvoraussetzung dafür ist eine gute und genaue Anleitung durch den Physiotherapeuten. Um die richtigen Muskeln gezielt und effektiv trainieren zu können, bedarf es einer möglichst präzisen Eigenwahrnehmung für Spannung und Entspannung des Beckenbodens, ein Gespür für sich selbst, das meistens erst entwickelt werden muss. Erfahrungsgemäß  empfehlen wir daher eine Einzeltherapie á 6-12 Sitzungen, bevor mit einem Training in der Gruppe begonnen werden kann.

So ist über das erlernte Übungsspektrum hinaus eine wirksame Verbesserung der Lebensqualität auf lange Zeit erreichbar.